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Bücherstapel: „Ihre perfekte Schneiderwerkstatt“ (+ Auswirkung in meinem Stoffschrank)

4 Kommentare

Zuallererst: Ein Buch zum Vererben!!

Jenseits von Trends, allgemeingültig, klassisch, fortwährend aktuell. Hört sich langweilig an? Nein!! Sollte ich nicht etwas verschlafen haben, ist dieser Titel mindestens auf dem deutschen Buchmarkt einmalig. Und wer sich jemals Gedanken über seinen Platz zum Nähen gemacht hat, wird hier ziemlich begeistert blättern.

ihre-perfekte-schneiderwerkstatt-stiebner-beneytout-cover

Bevor ich zum Inhalt des Buches übergehe, kann ich gleich stolz die ersten Auswirkungen des ersten Durchblätterns vorstellen. Manchmal braucht man ja nur einen guten Tipp und dann macht auf einmal auch Aufräumen Spaß.

Der Tipp auf Seite 93 brachte es: Stoffe falten anhand einer Pappschablone – hergestellt nach den Regalmaßen des eigenen Schrankes. Ist zugegebenermaßen recht aufwändig aber wer sich das Ergebnis ansieht, dürfte überzeugt sein, oder?

VORHER:stoffschrank-vorher

NACHHER:stoffschrank-nachher-aufbewahrung-stoffe-idee

Bevor es zu weiteren guten Ideen im zweiten Teil des Buches geht, werden erst einige Nähzimmer und auch Ateliers verschiedener Frauen vorgestellt. Auf den ersten Blick fiel mir auf, dass hier fast ausschließlich Beispiele jenseits der perfekten Magazin- und Pinterest-Welt gezeigt werden. Und mal Hand auf’s Herz: Bei wem sieht es in der Nähstube schon aus wie in „Schöner Wohnen“?ihre-perfekte-schneiderwerkstatt-rezension-beispielihre-perfekte-schneiderwerkstatt-rezension-atelier-beispiel

Daher waren für mich die Beispiele aus dem Buch eher Vorbild für praktische als für optische Belange. Die kann man sich ja immer noch auf Pinterest holen (dort gibt es zig Boards für die optisch ansprechende Einrichtung von Ateliers. Meine persönliche Sammlung gibt es hier).

Witzigerweise kannte ich auch von dort schon folgendes Atelier, nach welchem ich mir auch meinen Zuschneidetisch zusammengezimmert habe. Neben dem praktischen Stauraum und dem günstigen Material – es werden einfach vier bis sechs IKEA-Lack-Beistelltische zusammengeschraubt – sieht das Ganze auch nicht verkehrt aus, finde ich. Das beste: Er ist ziemlich genau 90cm hoch – was für einen Zuschneidetisch eine ziemlich angenehme Höhe ist. Die praktische Stifteablage, bestehend aus zwei Bilderleisten für die Wand, habe ich hier abweichend an die Wandseite des Tisches montiert. So kann ich ihn trotz Bodenleiste dicht an die Wand schieben und nichts kullert mehr hinter den Tisch. Nicht schlecht, oder?

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Im zweiten Teil des Buches wird dann jeder denkbare Teil eines Nähbereichs mit praktischen Tipps abgehandelt. Auch hier ist wieder das reale Leben Vorbild: Es wird ebenso denjenigen geholfen, welchen vielleicht nur eine kleine Ecke im Schlafzimmer oder sogar nur der Esstisch zum Schneidern zur Verfügung steht. Für diejenigen, welche mehr Platz haben, gibt es Tipps für optimales Arbeiten am Tisch in U- und L-Form oder in einer Linie. Licht, Strom und Ergonomie sind wichtige Punkte, Möglichkeiten des platzsparenden Bügelns, verschiedener Kleiderständer und die Ordnungselemente am Arbeitsplatz fehlen auch nicht.

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Im dritten und ausführlichsten Teil werden Probleme gelöst, über welche zumindest ich, bisher immer stolperte:

  • Wie bewahre ich Stoff – besonders StoffRESTE – auf?
  • Was mache ich mit Bändern?
  • wohin mit Vlieseline und Konsorten?
  • Was ist ein Stoffmusterbuch und wie hilft es mir weiter?
  • Wohin mit Posamenten, Knöpfen, Garn, Werkzeugen, Schnittmustern und Bedienungsanleitungen?
  • Was tun mit laufenden Projekten?

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ihre-perfekte-schneiderwerkstatt-rezension-aufbewahrung-bänder

Alles in allem hält man hier wirklich eine Fundgrube an wirkungsvollen Ideen für den eigenen Werkbereich in den Händen. Meiner Meinung nach gehört dieser Titel in die Sammlung jeder einigermaßen ambitionierten Näherin (Nein, ich erhalte keine Werbepauschale für diesen Beitrag ;)).

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Autor: twiceversa

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4 Kommentare zu “Bücherstapel: „Ihre perfekte Schneiderwerkstatt“ (+ Auswirkung in meinem Stoffschrank)

  1. Juhu! hoffe, es geht Dir gut! Kannst Du das mit der Pappschablone genauer erklären? So als Tutorial 🙂 Würde das gerne nachmachen oder ist es so wie man es sich denkt, Stück Pappe nach den Maßen zurechtschneiden und … ähm … ja, Stoff drumwickeln? 🙂 Liebe Grüße!

    • Haha, du hast es! Daher auch kein Tutorial. Es hilft auf jeden Fall, wenn man ein kleines Stück der Pappe rausschauen lässt, dann lässt sie sich am Ende besser entfernen. Und netter sieht’s aus, wenn der letzte Knick, also die letzte Faltung, im Schrank zum Betrachter gerichtet ist. Mehr Geheimnis steckt nicht dahinter. Aber auf die Idee bin ich vorher trotzdem nicht gekommen..
      Beste Grüße!

  2. Haha, liebe Annette, den Tipp mit den nach Farben sortierten Stoffen und der Pappvorlage muss ich mir sofort bei dir abgucken!
    Liebste Grüße an dich und mein liebes Köln (meine Heimat! <3) aus Berlin^^
    die Julie

    • Ja stimmt. darauf bin ich ja gar nicht eingegangen. Das nach Farben sortieren ist schon fast ein Tick, mache ich auch bei Büchern und Klamotten. Und die Pappschablone ist so simpel aber man muss ja erstmal draufkommen!

      Viele Grüße nach Berlin!
      annette

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