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Wann dir welches Buch helfen kann – ein Wegweiser durch Dick und Dünn

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Neulich bin ich in der Bibliothek zufällig über folgenden Titel gestolpert: „Die Überlebensbibliothek – Bücher für alle Lebenslagen“ von Rainer Moritz. Bisher hätte ich mir nicht vorstellen können, dass jenseits von gutgemeinten Ratschlägen ein gedruckter Ratgeber exisitieren kann, der je nach Problem die passende Lektüre empfiehlt. Starke Sache. Teilweise sicher mit einem Augenzwinkern zu verstehen (z.B. soll man bei einem unliebsamen Wüstentrip den im Moor spielenden Titel „Regenroman“ von Karen Duve lesen), oftmals aber bestimmt auch sehr hilfreich für so manche Laune. Ein Beispiel aus dem Register gibt es hier weiter unten, nach dem Register folgen dann Kurzvorstellungen der empfohlenen Romane.

Wenn mich also bald die nächste Mini-Frustration oder die größeren Fragen des Lebens heimsuchen sollten, probiere ich das mal aus.

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Bücherstapel: Holly Beckers Wunderbare Wohnideen

Im Moment kommt man ja mindestens als Leser von DIY- und Wohnblogs nicht an diesem Titel vorbei: „Holly Beckers Wunderbare Wohnideen„, ein Wohnratgeber mit Fragebogen-Charakter.  Hier möchte ich euch die Möglichkeit geben, einen weiteren Blick in dieses schöne Buch werfen zu können  [Falls es nicht sowieso schon die Hälfte von euch besitzt :).

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Gedanken beim ersten Durchblättern: Das wird viel Arbeit! Das Buch ist gespickt mit Aufgabenstellungen, Fragebögen zum Ausfüllen, Denkanstößen und Ideen.

Zweiter Gedanke: Uff! Mir fällt wirklich schwer in ein Buch, zudem ein so schönes und dazu noch gebundenes, hineinzuschreiben. Vielleicht liegt es an meinem Beruf, der Angst, das gute Ding zu verschandeln oder dem Gefühl, dass jemand einmal meine Einträge liest und nur den Kopf schütteln könnte – ich weiß es nicht. Jedenfalls entwickeln sich Schweißperlen auf meiner Stirn, wenn ich daran denke, den ersten Strich in dieses Buch zu setzen. Bin gespannt, ob ich’s tue.. Die Idee finde ich aber sehr schön. Quasi der Aufruf: „Personalisiere deinen Einrichtungsratgeber!“.

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Beim weiteren Blättern beschleunigt sich so auf mancher Seite mein Puls – „Jaa, genau, so hätt ich’s gern in Zimmer X“. Auf Seite 24, 56 und 82 verspüre ich den dringenden Wunsch, meinen nicht vorhandenen Schreibtisch mit einem iMac zu dekorieren (Kennt ihr den Ausspruch, dass Außerirdische, die Informationen über uns Rasse Mensch im Fernsehen suchen würden, darauf schließen müssten, dass jedes Individuum von uns einen Mac zu Hause stehen hat? Ist was Wahres dran. Beobachtet das mal beim nächsten Filmkonsum..).

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Insgesamt lässt sich sagen, dass ihr mit diesem Buch sehr viel Zeit verbringen werdet – wenn ihr euch darauf einlasst. Der Untertitel lautet nicht umsonst „8 Schritte zu einem kreativen Zuhause“. Über die Ideenfindung, das Bestimmen des eigenen Stils, der Projektformulierung und dessen Vorbereitung, dem Anfertigen von Zeichnungen und Moodboards geht es letztendlich um die finale Umsetzung der entwickelten Pläne. Dabei wird berücksichtigt, was man mit welchem Material in welchem Zimmer erreichen möchte, welche Wirkung dieses Zimmer entfalten soll, welche Facetten der eigenen Persönlichkeit widergespiegelt werden könnten etc. pp.

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Neben des Schaffens eines sehr persönlichen Einrichtungsstils, lernt man bei der gewissenhaften Durcharbeitung der unzähligen Fragebögen auch einiges über sich selbst. Quasi ein kleines Wohnpsychologiebuch, welches da auf meinem Tisch liegt.

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Trotz der ganzen Arbeit, welche man mit diesem Ratgeber haben wird, kommt der Spaß nicht zu kurz. Allein das Durchblättern der sehr schön gestalteten Seiten macht Freude. Also: Wer’s jetzt noch nicht hat..landet wohl früher oder später doch noch im örtlichen Buchhandel. Das wette ich!


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Bücherstapel: „Blog, inc.“ vs. „Blogging for Creatives“ – oder Bloganfänge #1

Heute gibt es hier mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen – jetzt zeige ich aber nicht schon wieder meine Wohnung, sondern gewähre eher einen kleinen Einblick in die Anfänge dieses Blogs. Was bei anderen meist mit trial&error beginnt, startet bei mir eigentlich immer so: mit dem passenden Buch. Oder vielmehr: einer Auswahl von Büchern zum Thema. Vielleicht eine Berufskrankheit.

Begonnen hatte ich mit dem Titel „Blog, inc.“ von Joy Deangdeelert Cho und Meg Mateo Ilasco (letztere bekannt von „Craft, Inc.“, „Mom, Inc.“ oder „Crafting a meaningful home“):

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Danach folgte „Blogging for Creatives“ von Robin Houghton:

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Eines vorweg: Für beide Titel gilt gleichermaßen, dass sie sich in erster Linie an vollständige Anfänger richten, was das Bloggen angeht. Ebenso wird auf die Nutzung verschiedener webbasierter Weblog-Dienste eingegangen – darunter WordPress, Tumblr, Blogger oder Typepad. Die Einrichtung seines eigenen servergestützten Blogs wird zwar angesprochen aber nicht detailliert erläutert. Wer schon seit einiger Zeit Blogs liest oder sogar bereits einige Artikel geschrieben hat – sich also bereits für eine Plattform entschieden hat – kann also getrost einige – viele – Seiten überblättern.

Nun geht es weiter mit Kapiteln über mögliche Blog- oder Post-Themen, dem Behandeln von Kommentaren, der Schaffung von Traffic, der Suchmaschinenoptimierung (was bei WordPress dann aber wiederum eher auf die serverbasierte Lösung wordpress.org zutrifft, was ich trotz Lektüre beider Bücher erst online auf dieser Seite herausfinden konnte), der Bewerbung des eigenen Business‘ über das Verdienen von Geld mit seinem Blog – was zugegebenermaßen dann doch eher die fortgeschrittenen Blogger und doch nur eine Minderheit betreffen dürfte. Aber schön, dass die Titel hier nicht enden und somit doch einen Ausblick bieten.

Die Art, wie beide Titel das Thema behandeln, ist in der Vorangehensweise und Optik sehr unterschiedlich. Während „Blog, inc.“ in fortlaufender Prosa, also im Fließtext, Kapitel für Kapitel – abgelöst durch ein paar schmückende Illustrationen – abarbeitet, kümmert sich „Blogging for Creatives“ jeweils auf einer 4/4-farbigen Doppelseite um einzelne Unterthemen der Kapitel. Ausnahmslos auf jeder Seite werden verschiedene hilfreiche Seiten sowie mal mehr, mal weniger zum Thema passende Blogs dargestellt. Was sicherlich viel Platz einnimmt aber zumindest bei mir die Lust auf’s Designen, Fotos machen und Losschreiben immens vorantrieb.

Das Aufgliedern in Kleinstthemen („10 popular widgets“, „Anatomy of a compelling blog post“) macht letzteren Titel auch um einiges übersichtlicher und führt mich zur Annahme, dass ich es auch in Zukunft als Nachschlagewerk nutzen werde. Der eher ausfüllende Erzählstil von „Blog, inc.“ las sich zwar flüssig, leider habe ich aber bereits jetzt das Gefühl, den Inhalt mit der Lektüre des darauffolgenden Titels im Gedächtnis überschrieben zu haben (wie doof, dass mir „Blog, inc.“ gehört und „Blogging for Creatives“ nur eine Fernleihe war. Wird dann wahrscheinlich doch gekauft werden.). Den größten Nutzen brachten mir sicherlich die Hinweise von „Blogging for Creatives“ auf das Erstellen eines content-Plans. Hier werden – ob nun digital oder schriftlich – die Artikel der folgenden Wochen kalendarisch für den eigenen Blog geplant. Besonders viel Wert wird hier darauf gelegt, dass sich dabei eine Reihe von Artikel-Typen abwechseln: die Liste, der Blick hinter die Kulissen (haha, ihr merkt, wie dieser Post entstand), die Anleitung, die eigene Meinung/der Erfahrungsbericht, die Rezension/das Interview (kommt auch bald :)), die Zusammenstellung (z.B. Webseiten zu einem bestimmten Thema) und das Präsentieren eigener Werke.

Obwohl beide Bücher auf Englisch geschrieben sind – irgendwie ist der deutsche Buchmarkt noch nicht wie der amerikanische auf das Kreativ- und Etsy-/Dawanda-Volk angesprungen – lesen sie sich meiner Meinung nach ohne große Schwierigkeiten. Wer ein bisschen im Web unterwegs ist, dem sollten ohnehin die dort ja meist englischsprachigen Begriffe geläufig sein. Wer sich allerdings bereits sehr gut mit Weblogs und dem Drumherum auskennt, könnte eventuell zu „Blog Boosting: Marketing / Content / Design / SEO“ von Michael Firnkes greifen. Ich selbst habe erst einen Blick hineinwerfen können – sollten die Kritiken nicht lügen, muss es aber ein sehr hilfreiches Tool (oh, es geht schon los..) für alle erfahreneren Blogger sein. Wenn es sich eben auch nicht aussschließlich um eine bestimmte Sparte der Blogger kümmert.

Falls ihr weitere Tipps habt, dann teilt sie doch gerne mit mir!