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Was ich am BLOGST-Barcamp in Köln mochte

Wer das heutige Datum mal außer Acht lässt und trotz der BLOGST-Recap-Flut der letzten Woche noch ein bisschen Aufmerksamkeit übrig hat, lese bitte weiter (Der Rest kann ja Bilder gucken).

blogst-barcamp-köln-sketchattack

Sowas produziert dann meine Nachbarin Janina (@mozaiqdesign) im Sketchnoteworkshop für mich

Vorletzten (hust) Samstag war ich auf meinem ersten Barcamp. Seitdem reagieren über 80 Prozent meiner zuhörenden Freunde: „Hä?“. Wer sich nicht groß für Konferenzen und Netzwerken interessiert (ups – tu ich ja normalerweise auch nicht sooo sehr), an dem scheint der Begriff wohl meilenweit vorbeigegangen zu sein. Daher mal ganz flott: Barcamps sind Konferenzen, auf welchen erst zu Konferenzbeginn von der Masse entschieden wird,  welche Workshops stattfinden werden. Meistens werden diese spontanen Sessions, aufgrund der fehlenden Vorbereitung, von der Schwarmintelligenz der Teilnehmer getragen und fallen somit recht interaktiv aus. Im Fall des Kölner BLOGST-Barcamps wurde im Vorhinein bereits in der zugehörigen Facebookgruppe nach möglichen Themen und Vortragenden gesucht – eventuell nicht ganz Barcamp-typisch aber meiner Meinung nach verständlich, da es sich hier immerhin um das erste Barcamp-Experiment der beiden Veranstalterinnen handelte und diese natürlich absichern wollten, dass sich am Morgen der Veranstaltung nicht alle 80 Teilnehmer unsichtbar machen. Den Vorlauf und somit die Möglichkeit ihre Session vorzubereiten, merkte man auch ganz deutlich der Qualität der Vorträge an. Meist gab es auch eine fertige Powerpoint- oder Prezi-Präsentation. Dadurch war leider nicht so viel Interaktivität gegeben, sehr positiv fiel mir aber auf, dass die Sessions sehr locker vonstatten gingen, was sicherlich an der angenehmen Atmosphäre im Raum lag sicherlich auch getragen von der realistischen Erwartungshaltung der Teilnehmer. Immerhin werden hier keine professionellen Referenten gebucht, nein, das Ganze wird von der Masse getragen. Find ich ja ziemlich gut.

Heraus kam dann folgender Stundenplan und die Qual der Wahl:
blogst-barcamp-köln-blogstbc14-sessions-bericht

 

Soviel erstmal an Resumée für die Gesamtveranstaltung, weiter folgen meine Eindrücke der von mir besuchten Sessions:

Sketchattack von Tanja a.k.a. Frau Hölle (a.k.a. „Frau Hölle aus Kölle“)
Thema: Vereinfachtes Zeichnen („Sketchen“) statt Mitschreiben

Aufgefallen: Frau Hölle war die Rampensau des Barcamps, auf den Punkt, redegewandt, markant. Sie hatte sich sogar Sponsoren für Ihre Session an Land gezogen und Preise wurden unter den #sketchattack-Hashtag-verwendenden Twitterern verlost. Die Zeichenübungen waren zwar recht basic aber darum geht’s ja beim Sketchen (Sketching?). Trotzdem gab es einige sehr gewissenhafte Mitsketcher, für die der Flipchart häufiger zurückgeblättert werden musste (hö!). Diese Session fand insgesamt zweimal statt, gerne hätte ich noch ein bisschen mehr Zeit gehabt. Vielleicht gibt’s ja eine zweite Chance irgendwo. Ne Idee hätte ich da ja, gell Frau Hölle? 😉

 

iPhonografie von Caro (sodapop Design)
Thema: Gute Blogfotos trotz fehlender Spiegelreflexkamera

Es geht auch mit nem iPhone – bestimmt auch mit einem Android-Smartphone aber hierfür gibt es leider nicht die hier vorgestellten Apps (Afterlight, Snapseed und für (und nur für!) Textoverlays noch Over und Rookie). An Caros Blog, der überraschend zum großen Teil mit iPhonebildern bestückt ist, sieht man den Beweis. Und: nicht die ganzen Szenenmodi in der Nachberarbeitung anwählen, lieber durch die Schieberegler durchpfriemeln.

Aufgefallen: Caro stach durch ihre freie und super angenehm authentische, unbefangene Erzählart hervor. Auch sympathisch: Caro war ganz aufgeregt. Hat sie im Nachhinein erzählt. Und man hat’s gar nicht gemerkt. Da sieht man wieder mal.

 

Stillfotografie von Antonia (craftifair)
Thema: Räumt eure Motive auf, dann wird’s auch was mit den Aufnahmen

Aufgefallen: Hier ist eine Perfektionistin am Werk. Das Beweisbild gibt’s weiter unten (s. Bildunterschrift: BEWEISBILD). Also: Aufräumen ist alles. Antonias Wohnung wurde bereits u.a. im COUCH Magazin gezeigt. Wie man sein Interieur für gelungene Fotos zurechtrückt und wie es tatsächlich hinter den Kulissen eines Wohnungs-Shootings aussieht, hat sie uns in ihrer Session erzählt. Nämlich gar nicht mehr so aufgeräumt.

 

Foto: mollyfatale (flickr)Spirituelle Welt von Anja
Thema: Über den Tellerrand schauen

Aufgefallen: Ob Anja bloggt oder nicht, ob sie wegen der anderen Vorträge da war oder von vorneherein im Kopf hatte, eine Session zum Karten legen zu halten, weiß ich leider nicht. Hier gab es aber die einmalige Chance, sich ganz unverbindlich, kurz und schmerzlos mit einer wissenschaftlich nicht erklärbaren Sache auseinanderzusetzen: Dem Kartenlegen. Da wir alle neugierig und experimentierfreudig waren, hat Anja dann in kurzen Einzelsessions (hier passt ja auch mal der Session-Begriff ;)) einem jeden eine Antwort auf dessen persönliche Frage gegeben. Der Rest wird verschwiegen.

 

Super schade fand ich, dass ich durch das – gute – Angebot an 4 gleichzeitig stattfindenden Sessions schon einiges, was ich gerne gehört oder gemacht hätte (Quasten, Photoshop-Pinsel etc.), ausfallen lassen musste. Das lag auch daran, dass ich spontanSTerweise selbst eine Session hielt. Und währenddessen kann man ja schlecht bei den anderen reinschnieken. Woha? Selbst ne Session gehalten?

blogst-barcamp-makerspaceMakerspace von mir (ok, Verlinkung wäre jetzt bisschen sinnfrei, ne?)
Thema: Was kann man in einem Makerspace anbieten und wie erreicht man seine Zielgruppe damit?

Ja, ich war noch überraschter als der mir geneigte Leser, denn ich bin bewusst unvorbereitet und in Konsumentenlaune zum Barcamp gegangen. Dank dem überredungsfreudigen Daniel (davednb.tumblr.com), der nach meiner Kurzvorstellung (Hashtags: #label #makerspace #generalistin) die Idee hatte, eine Session zum Makerspace der Stadbibliothek Köln zu machen, stand ich dann tatsächlich mit meinem, äh seinem Sessionvorschlag vorne und letztere kurz danach im Stundenplan. An dieser Stelle „Danke, Daniel!“.  Ob die Session den riesen Mehrwert für die Teilnehmer hatte, möchte ich nicht bewerten aber zumindest ich ging mit ziemlich guten Anregungen und einigen vielversprechenden Kontakten nach Hause. Mein Dank an die super TeilnehmerInnen (sorry, Daniel), welche – ganz im Geiste des Barcamps – das Ding geschaukelt haben.

Ok, jetzt reicht’s. Wobei, ich schulde euch noch das Beweisbild für Antonias (Stillphotographie) Perfektionismus:

blogst-köln-antonia-craftifair-stillphotographie

Knorke!

 

Und zum Ende noch ein Augenschmaus, den ich leider erst nach der Quasten-Bastelsession von Birgit (Garn & mehr) anschauen konnte:

blogst-quasten-basteln-garn-und-mehr-birgit

So, ab ins Wochenende. Have fun!